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  #1  
Alt 08.02.2019, 15:20
monika.f monika.f ist offline
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Standard Zahnimplantat nach Krebsbehandlung

Hallo an alle,

ich war heute beim Zahnarzt, weil ich nach Fistelbildung vermutet hatte, dass sich eine Entzündung an der Wurzel gebildet hat. Wurde durch Röntgen bestätigt. So weit so gut. Jetzt soll erst mal lokal mit einem Antibiotikum behandelt werden, daneben soll ich eins für ein paar Tage einnehmen.

ABER: Wenn Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind (Zahn wurde schon mal wurzelbehandelt und ist nicht mehr vital), der Zahn gezogen werden müsste, dann könnte man kein Implanatat setzen.

Warum: Weil ich eine Krebserkrankung hatte, die erst gut ein Jahr zurückliegt. Da müsste man 5 Jahre warten. Sei eine gesetzliche (?) Regelung.

Zu Gesetzen habe ich nun nichts gefunden. Chemotherapie hatte ich als 4 Infusionen (Carboplatin und Paclitaxel), Radiotherapie im Brustbereich, danach OP und jetzt außer Magenmitteln keine Medikamente.

Was habt Ihr für Erfahrungen in der Hinsicht?

Über Antworten würde ich mich freuen. Monika
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  #2  
Alt 10.02.2019, 16:53
susi 1964 susi 1964 ist offline
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Standard AW: Zahnimplantat nach Krebsbehandlung

Ich hatte auch Krebs,zwar gottseidank ohne Chemo,und ich habe ein Jahr später,4 Implantate bekommen.Von dem Gesetzt hab ich auch noch nie was gehört.Ich komme aus Österreich,vielleicht ist das ja in Deutschland anders.LG
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  #3  
Alt 10.02.2019, 18:10
Marlem Marlem ist offline
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Standard AW: Zahnimplantat nach Krebsbehandlung

Das es hier eine Gesetzliche Regelung gibt wäre mir neu.
Aber bei Patienten die im Kopf/Hals Bereich Bestrahlt wurden, werden Implantate meist nur in Zahnkliniken gemacht. Weil es hier eine Erhöhte Gefahr von Komplikationen gibt.
Würde mal schauen wo es in deiner Nähe eine Zahnklinik im Krankenhaus gibt und mich dort melden.
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  #4  
Alt 10.02.2019, 19:03
monika.f monika.f ist offline
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Standard AW: Zahnimplantat nach Krebsbehandlung

Vielen Dank für Eure Antworten!

Ich hatte Speiseröhrenkrebs, bin nicht im Halsbereich bestrahlt worden, sondern im Brustbereich. Also das kann es nicht sein.

Bei meinem nächsten Termin in 2 Wochen werde ich das dem Zahnarzt genau darlegen. Noch ist der Zahn ja nicht raus, aber wenn, dann hole ich auf jeden Fall eine zweite Meinung ein.

Es war auch einfach ein blödes Gefühl: Krebs gehabt, nix geht mehr. (Wo ich grad so froh war, dass bei den Nachuntersuchungen nach einem Jahr nichts Auffälliges gefunden wurde.)

Grüße, Monika
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  #5  
Alt 24.02.2019, 00:30
Wangi Wangi ist offline
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Standard AW: Zahnimplantat nach Krebsbehandlung

Hallo Monika,

du solltest dich an deine Strahlenklinik wenden. Wenn der Kiefer im Strahlenbeireich lag ist es fraglich ob ein Implantat lange im Kiefer hält. Außerdem kann ein Implantat bei Nachuntersuchungen, MRT, CT die Aufnahmen beeinträchtigen. Ist einem Bekannten schon passiert.
Ich wurde am Kehlkopf bestrahlt und mir haben die Strahlenärzte gleich bei der Behandlung gesagt dass ich keine Implantate machen lassen soll, auch mein Zahnarzt ist der Meinung. Das hat nix mit Gesetz zu tun. Mir mussten vor der Bestrahlung 2 Zähne gezogen werden, die hatten Taschen am Zahnfleisch, das kann normalerweise behandelt werden, hätte aber zu lange gedauert und durch die Bestrahlung wären die Bakterien in den Kammern "explodiert". Die Lücke wurde erst nach einem Jahr nach der Behandlung geschlossen. Mein Zahnarzt wollte die Verändert abwarten.
Auch wenn man bei dir kein Implantat einsetzen kann gibt es andere Möglichkeiten des Zahnersatzes. Bei mir ist eine Teleskopprothese geplant. Zur Zeit hab ich noch ein Provisorium, aber das ist richtig gut, nennt sich Valplast, sehr leicht, ohne Metall Klammern. So lange es geht und hält behalte ich das erstmal.
Ich würde mir wahrscheinlich auch wenn es möglich wäre kein Implantat machen lassen. Die Anlage dazu finde ich schon gruselig und dann die dauernde Nachsorge, nix für mich.

Gruß Wangi
__________________

Geändert von Wangi (24.02.2019 um 00:32 Uhr)
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  #6  
Alt 25.02.2019, 10:38
monika.f monika.f ist offline
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Beiträge: 160
Standard AW: Zahnimplantat nach Krebsbehandlung

Hallo Wangi,

danke für Deine Erklärung. Letzten Freitag hatte ich den Kontrolltermin beim Zahnarzt und habe noch mal nachgefragt. Er hat das jetzt etwas anders dargestellt, auch nichts mehr von einer gesetzlichen Regelung gesagt. Vielleicht hatte ich das aber auch missverstanden. (Vertrauen ist wieder hergestellt.)

Dass ich im Brustbereich und nicht weiter oben bestrahlt wurde, wusste er. Aber die Chemotherapie (und da hat er nicht differenziert, welche Mittel) hätte Einfluss auf die Knochensubstanz, mindestens ein Jahr lang. (Was sich schon anders anhört als 5 Jahre.)

Vorläufig soll der Zahn aber sowieso noch drinbleiben, also ist das alles noch nicht so akut.

Gut, dass Du mit dem Provisorium zurechtkommst! Bei mir war eine Teleskopprothese vor ca. 4 Jahren mal im Gespräch, nachdem mir der damalige Zahnarzt nach Fistelbildung ratzfatz 2 Zähne gezogen hat. (Angeblich keine erfolgreiche Wurzelbehandlung möglich, Implantate auch nicht.) Er wollte dann noch zwei andere ziehen, wodurch so eine Prothese nötig geworden wäre.

Die sind dann aber doch erfolgreich behandelt worden (beim jetzigen Zahnarzt), und die Lücken konnten doch durch Implantate geschlossen werden. War alles langwierig, aber möglich. Und ich habe mich geärgert, dass ich die beiden ersten ohne zweite Meinung einfach habe ziehen lassen.

Grüße,

Monika
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