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Alt 06.02.2018, 13:14
Däumling Däumling ist offline
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Registriert seit: 01.01.2018
Beiträge: 100
Standard AW: Wenn ich doch nur schlafen könnte...

Hallo Nicizka,

danke für deine liebe Antwort.
Du hast selbst so ein großes,schweres Päckchen zu tragen ;-(

Eine Antwort auf unser „Warum“ bekommen wir sicher nicht.
Ich für mich denke, dass alles was uns und um uns herum passiert, ein Teil unseres Lebensplans ist. Alles ist eine Lernaufgabe, und somit alles für etwas „gut“. Das heißt nicht, dass es sich richtig anfühlt für uns.

Deine Frage bzgl meiner Geschwister ist schwer zu beantworten.
Meine Geschwister sind alle jünger als ich (bin 34). Jeder lebt ein bisschen in seiner eigenen Welt. Der eine hat sein Leben nicht im Griff (Alkohol, drogen) , der andere ist mit seinen 25 zwar fleissig, aber noch weit entfernt von erwachsen. Und die Mädels sind knapp über 20 und schaffen es gerade so, sich um sich zu kümmern. Im Grunde bin ich die einzige die „anders“ ist.
Deshalb hat Papa mir wohl auch alles übertragen. Er war überzeugt, dass ich stark genug bin, Vorwürfe zu überhören und im Sinne aller Entscheidungen zu fällen. Und eben auch alle seine Wünsche berücksichtige.
10 Tage ist es nun her und außer meinem einem Bruder meldet sich niemand von ihnen. Ich hab mehrfach nachgefragt wie es geht, wann sie wo dabei sein wollen... es kommt nicht wirklich was.
Sie sind wenn ich ehrlich bin momentan eher eine Last.
Aber ich komme da Papas Wunsch nach und hab ein Auge auf sie.

Wir sind alle unter sehr schwierigen Bedingungen groß geworden.
Alkohol und Jähzorn gaben bei beiden Elternteilen eine große Rolle gespielt. Schön war das nicht so aufzuwachsen.
Und trotz allem war zumindest Papa immer bemüht, alles für uns zu tun.
Er war selbstständig, hat viel gearbeitet für wenig Geld und hat trotzdem noch meine Geschwister finanziell unterstützt, obwohl er dafür oft sein letztes Hemd gegeben hat. Zurück kam da nie etwas. Das hat ihn bitter enttäuscht. Denn er war immer für uns da. Vielleicht hat man sich selten gesehen, aufgrund der Arbeit und beide seiten haben viel verpasst. Doch trotzdem wusste ich, wenn ich ihn brauche lässt er alles stehen und liegen. Genauso wie ich... meine Geschwister waren da nicht so. Sie haben viel genommen aber nicht zurückgegeben.
Ich hätte ihm so gerne noch viel mehr zurück gegeben.
So viel mehr Zeit mit uns, seinen Enkelkindern, noch schöne Dinge unternommen, zu denen er die letzten 20 Jahre nicht gekommen ist.
__________________
Alles Liebe
Däumling
———————
Geliebter Papa 21.11.1956-26.01.2018
Mein tapferer Kämpfer, mein Held, mein Herz.
———————
Papa: SPRK Diagnose 09/17, OP 10/17, Bestrahlung ab 12/17, Rezidiv wuchert ins Bronchialsystem Ende Dez 17
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