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  #1  
Alt 31.07.2018, 17:20
JonSchnee JonSchnee ist offline
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Registriert seit: 31.07.2018
Beiträge: 3
Standard Wie komme ich damit klar?

Hey Leute,
normalerweise bin ich eigentlich niemand der sich im Internet sein Herz ausschüttet, aber wie viele von euch allen, hat es (vermutlich) auch mich getroffen. Hier mal kurz meine Ausgangslage:

Angefangen hat alles Ende 2017 (Oktober/November). Da habe ich eine ziemlich große Schwellung unter dem linken Ohr bekommen. Da ich zu der Zeit leicht erkältet war, dachte cih es wäre ein geschwollener Lymphknoten gewesen. Zum Arzt war ich deshalb ncht gegangen, da ich keinen Arbeitsausfall gebrauchen konnte.
Nach 2-4 Wochen ging die Schwellung, die kurzeitig auch mal wehtat, wieder zurück. Ein kleiner Knubbel blieb aber dennoch. Vor ca. 2 Monaten im April 2018 ist dieser Knubbel dann wieder angewachsen bzw. angeschwollen. Weil mir das dann aber doch Angst gemacht hat bin ich daher aber auch erst im Mai in die Rettungsstelle. Dort konnten sie nur einen Hohlraum fststellen, aber keine genaue Diagnose. Ich solle mich doch schnellstmöglichst bei einem HNO-Arzt vorstellen. Gesagt, getan. Am nächsten Tag dann zum HNO und der hat auch sofort einen CT-Termin (MRT konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht gemacht werden) organisiert. Mitte Juni dann das CT. Die Diagnose war die Vermutung einer Zyste. Klang erstmal nicht dramatisch. Schließlich leben viele Menschen mit einer Zyste, wurde mir zumindest so erzählt von den Ärzten. Auf jedenfall wurde dennoch schnell ein OP-Termin zur Entfernung angesetzt.
Im Krankenhaus haben die Ärzte dann eine ziemlich sichere Vermutung gehabt, dass es sich um einen Parotistumor handeln muss. Vor 1 Woche wurde cih dann operiert. Alles soweit auch entfernt, es musste nur noch der histologische Befund abgewartet werden.
Auf grund der klar definierten Größe, Abgrenzung (er konnte sich auch leicht verschieben lassen) vermuten die Ärzte, dass es ein gutartiger Tumor ist.

Heute sollte ich eigentlich meinen Befund bekommen, doch anscheinend war dieser unklar und sie haben ETWAS gefunden, was sie tiefgründiger untersuchen müssen. Ich solle nächste Woche dann zur Auswertung kommen.

So das war jetzt erstmal die Ausgangslage. Ich hoffe ihr konntet mir recht gut folgen. Auf jedenfall klingt dieses "ETWAS" nicht positiv und ich stelle mich auf das schlimmste ein. Nun bin ich auch noch recht jung (dieses Jahr 30 Jahre), habe zuhause Frau und Kind. Ich bin zurzeit mehr als überfordert. Ich habe mir einige Threads und Beiträge vieler von euch durchgelesen, diese waren teilweise aber schon 12 Jahre alt. Nun möchte ich nciht pietätlos erscheinen und diese Personen anschreiben. Daher würde ich gern in die Runde fragen, wer eine ähnliche Situation erlebt hat und wie ihr damit lebt?
Ich könnte heulen, möchte ich doch meinen Sohn großwerden sehen....

DANKE AN ALLE FÜR EURE HILFE
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  #2  
Alt 31.07.2018, 23:32
Biggy Biggy ist offline
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Registriert seit: 15.08.2005
Beiträge: 64
Standard AW: Wie komme ich damit klar?

mit das Schwerste, das ich lernen musste, war Ruhe zu bewahren, bis eine wirkliche Diagnose da ist - bei mir lief anfangs Kopfkino ohne Ende und ich spielte alle denkbaren Möglichkeiten für wenn - dann durch.

letzten Endes bringt das alles nichts, es verschleißt nur Nerven und laugt einen aus.
Ich für mich arbeite viel mit dem Gelassenheitsspruch, bekannt von den Anonymen Alkoholikern, für mich hilfreich als "Sortier-Kriterium", ich bin übrigens nicht gläubig.

ich zitiere mal von wikipedia
Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

jedes Mal, wenn ich mich im Warten verzetteln will, dann erinnere ich mich daran, dass ich weise sein will / wollte und die Diagnose erst hören wollte um sinnvoll agieren zu können.

Wenn eine Diagnose etwas später kommt als ursprünglich angedacht, so heißt das noch nicht automatisch, dass sie schlechter sein muss als gedacht.
Es bedeutet nur, dass das zu untersuchende Gewebe den Pathologen fordert und er seine Arbeit mit großer Gründlichkeit tut.


mir hat man übrigens einmal gesagt, ich werde die Einschulung meines Kindes, das zu dem Zeitpunkt grad in den Kiga gekommen war, vermutlich nicht mehr erleben.
Mein Tumor an der Zunge war bösartig und nicht vollständig operabel.
Seither ist viel Zeit vergangen, ich habe sogar das Ende des Studiums miterlebt und bin, wie Du liest, immer noch am Leben.
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  #3  
Alt 01.08.2018, 22:10
JonSchnee JonSchnee ist offline
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Registriert seit: 31.07.2018
Beiträge: 3
Standard AW: Wie komme ich damit klar?

Liebe Biggy,

vielen vielen Dank für deine wunderbaren Worte. Dein Schicksal tut mir ebenso leid, wie das aller anderen hier.

Ich denke positiver Glauben udn ein starker Überlebenswille, das sind die Schlüssel das ganze zu überstehen.

Ganz lieben Dank
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  #4  
Alt 02.08.2018, 12:43
Biggy Biggy ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 15.08.2005
Beiträge: 64
Standard AW: Wie komme ich damit klar?

gerne, es freut mich, wenn ich Dir ein wenig weiterhelfen konnte ...

Leid muss Dir mein Schicksal nicht tun - es wird sich jetzt für Dich merkwürdig lesen, aber ich bin dankbar für das, was mir passierte. Denn es hat mich sehr verändert, in vielerlei Hinsicht und es hat mir ein Bewusstsein für meine eigenen Schwächen und vor allem auch Stärken vermittelt.

Dir auf jeden Fall alles Gute
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