Einzelnen Beitrag anzeigen
  #1  
Alt 13.09.2010, 23:06
CraziestGlint CraziestGlint ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 13.09.2010
Beiträge: 1
Standard Meine Geschichte(Spezieller Hodenkrebs)

Hallo,

Am 1.1.10 also genau am Neujahr habe ich an meinem rechten Hoden einen ca. 3cm grossen Knoten beim Duschen entdeckt, habe ihn wahrscheinlich vorher schon wahrgenommen aber nicht richtig bewusst. Ich wurde aber auch nicht von ihm beeinträchtigt mir gings Tiptop.

Danach gings natürlich gleich zum Onkologe, zuerst habe ich mir nicht viel dabei gedacht, der Knoten muss ja nicht unbedingt bösartig sein, was mir von dem Arzt auch versichert wurde. Er sei zu 99% gutartig, er versicherte mir auch das man den Hoden retten könnte.
Operieren musste ich aber trotzdem, natürlich war ich beruhigt weil mir der Arzt gesagt hat er sei zu 99% gutartig, dann sollte es stimmen :/. Naja dann kam alles anders.
3 Wochen später wurde ich operiert es beeilte ja nicht er sei “GUTARTIG“...

Nach der Operation sah ich ganz verschwommen denn Arzt neben meinem Bett, direkt nachdem ich aufgewacht bin und er sagte der rechte Hoden musste entfernt werden weil der Tumor bösartig war, und mit dem Hoden zusammen gewachsen sei, in diesem Moment dachte ich, ich träume das kann nicht sein. Das war schon ziemlich krass

Er erklärte mir das ich einen ganz seltenen Tumor gehabt hätte ein Rhabdomyosarkom desweiteren erklärte er mir das diese Tumor Art meistens Kinder haben und dieser Krebs bei Erwachsenen (bin 19 Jahre Alt) nochmals viel seltener ist. Ich hatte ihn am Hoden aber man kann den auch an ganz anderen Orten haben darum ist es nicht unbedingt ein Hodenkrebs.

Natürlich habe ich dann auch eine Chemotherapie gemacht, bestrahlen musste ich zum GLÜCK nicht, weil sie alles entfernen konnten. Aber diese Chemo hat mich mehr kaputt gemacht als mit dem Tumor im Hoden, ich sollte Krebs haben ja klar aber ich hab nichts davon gemerkt ... besonders in meinem Alter da hat man anderes im Kopf Ausgang und so weiter alles andere musste während der Chemo arg in den hintergrund rücken.

Mittlerweile habe ich die Chemotherapie hinter mir, ich hab sie durchgezogen hätte ich nicht gedacht sie wurde immer schlimmer besonders die letzten paar mal Chemo waren fast nicht zum aushalten.
Nebenwirkung spüre ich eig. keine mehr, ausser das ich von dem Medikament Vincristin noch ein bisschen taube Finger und Füsse habe, und im Kopf noch irgendwie müde und noch nicht richtig bereit bin.
Jetzt kommen die Abschluss Kontrollen mal schauen was rauskommt...

Meistens ist es doch so, man interessiert sich erst für etwas wenn man selber davon betroffen ist.
Darum wollte ich hier mal fragen ob auch jemand so einen Tumor (Rhabdomyosarkom) hatte, ob er wieder gekommen ist nach der Chemotherapie usw. Würde mich auch sonst über allgemeine Rückmeldungen freuen

Gruss Glint
Mit Zitat antworten