Einzelnen Beitrag anzeigen
  #1  
Alt 04.06.2008, 21:10
Chrissi* Chrissi* ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 04.06.2008
Beiträge: 1
Standard Riesiges Glück - Leberkrebs(HCC)

Hallo!

Bin 25 Jahre, neu hier und möchte allen mut machen die solches oder ähnliches durchstehen müssen wie ich es genau vor einem Jahr musste.

Bei einer Untersuchung - wegen Beschwerden des Darms (Blähbauch, Völlegefühl, Verdauungsprobleme) fand man bei mir durch "Zufall" per Ultraschall in der Leber ein 5,5 cm großes Teil. Eigentlich dachte ich mir in diesem Moment noch gar nicht so viel, da es erstmal hieß es sieht aus als wäre es ein Blutschwamm. Nach ettlichen Untersuchungen legten sich die Ärzte fest, es sei zu 99% ein Adenom (gutartiger Tumor). Da dieser aber bereits sehr groß war und der Leberkapsel gefährlich werden könnte, außerdem man "nur" zu 99 % sicher war, dass er gutartig sei, drängte ein Chirurg sehr, ihn zu entfernen. Zunächst war ich total am Ende, da mir auch gesagt wurde, es sei eine sehr sehr große und schwierige OP, die ich vielleicht auch nicht überleben könnte.
Letzendlich entschied ich mich dann für die OP, da ja dieses eine Prozent war, dass es doch bösartig sein könnte. Anfang Juli letzten Jahres wurde ich im Klinikum Deggendorf operiert. Der Schnellschnitt während der OP ergab einen positiven Befund. Wenige Tage später - mir gings sowieso noch sehr Bescheiden kam dann die Nachricht vom Pathologen, es war Krebs (Leberzellkarzinom).
Momentan konnte ich es gar nicht fassen und zugleich brach für mich die Welt zusammen. Die Ärzte meinten aber er sei entfernt und er könne nichts mehr anstellen. Es wurden noch Untersuchungen in der Lunge und Knochen gemacht, außerdem wurde Hepatitis überprüft, alles war Gott sei Dank positiv. Wieso weshalb warum ich mit meinen 24 Jahren und 47 Kilo zum HCC kam war und ist immer noch ein Rätsel, da ich weder Alkohol noch Zigaretten konsumiere - die einzige Vermutung liegt an der Antibabypille die ich auch nicht mehr nehmen darf.

Ich kann nur sagen dass ich einen SEHR großen Schutzengel gehabt habe und hoffentlich auch weiterhin habe - alle 3 Monate Kontrolluntersuchung ist schon immer wieder ein Kribbeln.

Wünsche allen die sich auch mit solchem oder ähnlichem Schicksal auseinander setzen müssen, alles erdenklich Gute und die Hoffnung niemals aufgeben.

Liebe Grüße Chrissi*
Mit Zitat antworten