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Alt 09.02.2013, 11:31
MarMi MarMi ist offline
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Standard AW: keine Chance auf Rente für "nur" Hausfrau?

Hallo zusammen!
Ich wollte dieses Thema nochmal kurz aufleben lassen, weil ich allen, denen es ähnlich geht wie mir - viele Kinder, wenig beitragspflichtig gearbeitet - Mut machen möchte, wenn sie vorhaben, einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente zu stellen. Ich habe es tatsächlich geschafft!! Die Kindererziehungszeiten werden voll angerechnet und ich bekomme eine, wie ich finde, ziemlich hohe Rente. Es ist zwar nicht so viel, dass man davon ohne Einschränkungen leben könnte, aber es beruhigt ungemein und entlastet unser Familienbudget schon sehr.
Vielleicht noch kurz, wie es dazu gekommen ist: also von der eigentlichen "Sache" hab ich wenig Ahnung (genau genommen gar keine!), aber ich glaube, es war von Vorteil, dass ich auf einen Termin bei der Rentenberatungsstelle (nicht nur im Bürgerbüro, sondern es war eine "echte" Rentenberatungsstelle) gewartet habe, über 2 Monate Wartezeit! Ich bin richtig gut vorbereitet dorthin gegangen, hatte alles an Unterlagen vollständig dabei. Was günstig ist, ist, wenn man so eine Art "Lebenslauf" der Krankheit dabei hat. Die Dame bei der Beratungsstelle war jedenfalls sehr angetan davon, dass endlich mal jemand zum Termin kommt, mit dem man "arbeiten kann". Die Haupthürde war bei mir, dass die Kinder eigentlich schon zu groß sind für die Anrechnung der Erziehungszeiten (ich glaub, das älteste Kind darf höchsten 10 Jahre alt sein). Das hat die Dame aber dadurch gelöst, dass sie den Rentenfall-Eintritt an den Beginn meiner Erkrankung gesetzt hat, also schon 2010. Dann passte auch das Alter meiner Kinder wieder. Sie sagte, dass es ein Versuch sei, es sich aber auf jeden Fall lohnen würde zu klagen, falls ich einen ablehnenden Bescheid bekäme. Hab ich aber nicht! Man bekommt zwar nicht bis 2010 rückwirkend Rente, aber das hab ich auch gar nicht erwartet. Rente gibt es ab dem Zeitpunkt der Antragstellung.
So, ich hoffe, dass ich der ein oder anderen hier Mut machen konnte, auch diesen Weg zu versuchen, es kostet ja nichts und wenn man Glück und eine gute Beratung hat, klappt's ja vielleicht.
Eine gesunde Zeit an euch alle,
liebe Grüße,
Marietta
PS: nochmal ein Tipp an alle, die auf 400-Euro-Basis arbeiten: stockt auf jeden Fall den Rentenbeitrag freiwillig auf! Das kostet nicht viel und war genau das, was mir letztendlich zur Rente verholfen hat.
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