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Alt 02.09.2007, 17:51
Heike Nagel Heike Nagel ist offline
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Standard Fast alleine mit Pflege bei Hirnmetastasen im Endstadium!

Hab hier schon mal irgendwo den gesammten Krankheitsverlauf meines Vaters aufgeschrieben. Glaube unter Hirnmetastasen, wer hat Erfahrung, wenn ich mich nicht irre. Finde ich aber leider nicht mehr!
Also in Kürze: Mein Vater leidet seit über einem Jahr an Lungenkrebs und seit einiger Zeit auch an Hirnmetastasen (Hirnhaut ist auch schon Angegriffen wurde uns gesagt!) Er wurde austherapiert und mit dem Befund nur noch wenige Wochen, allerdigs zu der Zeit in gutem Allgemeinzustand nachhause entlassen. Er lebt alleine, meine Mutter ist letztes Jahr Ende Oktober verstorben. 3 Wochen ging es ihm (den Umständen entsprechend) gut. Seit 1 Woche wurde er wie angekündigt schwächer und müder. Wir haben bisslang noch keine Pflegestufe, ihm ging es ja bis vor kurzem noch gut. Wir haben lediglich (seit gestern) einen Palleativen Pflegedienst der morgens kommt um Cortison zu verabreichen und Zucker zu messen. Mein Mann und ich sind beide Berufstätig und vor 14 Uhr schaffen wir es selten bei meinem Vater zu sein. Heute morgen rief uns der Pflegedienst an, das mein Vater von der Couch gefallen sei. Er war (wie mein Mann und die Pflegekraft zunächst nur gesehen haben) eingenässt. Er wollte sich von der Pflegerin nicht helfen lassen. Das ist bei ihm leider immer das Problem, der Stolz! Als mein Mann kam durfte er ihm wenígstens auf die Couch helfen. Hose wechseln lassen wollte er nicht....ihm gehts ja gut er hat ja nichts (so redet er immer). Als wir mittags rüber gingen war dann klar das er sich nicht nur eingenässt hatte. Zum Glück lies er sich dann mit der Hilfe meines Mannes wenigstens umziehen!
Die vom Pflegedienst wollen jetzt einen Antrag auf Pflegestufe 1 machen. Das gibt dann aber gerade mal 385€ oder so und damit wäre gerade mal die tägliche Grundkörperpflege abgedeckt
Mein Vater will auf keinen Fall in ein Pfelegeheim, das hat er immer gesagt. UND: ER HAT JA NICHTS, IHM GEHT ES GUT!
Ich werd noch verrückt, hab jeden Abend Angst wenn ich von Ihm weg fahre! Aber zu mir nehmen kann ich Ihn auch schlecht. Wir 3 (mein Mann. mein Sohn 8 und ich) haben nur ein winziges Haus und das teilen wir schon mit meiner Schwiegermutter!
Dann kommt noch dazu das er ganze 5000€ für seine Beerdigung gespart hat.Tja, wird er nun pflegebedürftig sind die auch weg!
Schlimm genug das mann zusehen muss wie man nach und nach einen lieben Menschen verliert und nichts tun kann, nein mann hat nicht einmal die Zeit Abschied zu nehmen weil man täglich grübelt wie man von Tag zu Tag mit der enorm steigenden Pflege fertig werden soll!
Ich weiss wirklich nicht wie es jetzt weiter gehen soll!
LG
Heike
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